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HartmutEnde 1945 wurde der Holschenclub gegründet. Es war eine Gruppe junger Leute, die alte Sitte und Gebräuche wieder beleben und zusammen mit der plattdeutschen Sprache pflegen wollte. Der erste Auftritt erfolgte in Scheeßeler Tracht und Holzschuhen in Wittkopsbostel. Weitere Auftritte, auch in Rotenburg, folgten.

Im Frühjahr 1946 wurde aus dem Tanzclub ein Theaterclub. Die erste Theateraufführung erfolgte auf Meyers Diele, spätere Aufführungen mit Tanzvergnügen fanden auf Miedels Diele statt. 1948 wurde die Laienspielgruppe beim Landkreis eingetragen. Willi Klee wurde 1. Vorsitzender des Westerholter Eekenkring. Neben ihm waren Otto Boje, Fritz Ficken, Hermann Böhling, Hermann Klee sowie Hamelmanns Marie und Lisa und Heins Lisa die Hauptakteure bei den jährlichen Aufführungen bei Schülermanns in Jeersdorf. Auch Fastnachtsbälle fanden dort statt.

Anlässlich des 10jährigen Bestehens im Juli 1956 wurden letztmalig Zelte im Holz an der Straße nach Scheeßel aufgebaut und zwei Tage Jubiläum gefeiert. Das 25jährige Vereinsjubiläum 1971 fand dann in der neuerrichteten Schützenhalle statt. 1975 wurde der Verein unter dem Namen Westerholter Eekenkring e.V. ins Vereinsregister eingetragen.

36 Jahre lang leitete Willi Klee den Verein und trat viele Jahre als Spieler auf, bis er 1983 den Vorsitz an Wilhelm Schulze, Bult, abtrat. Die Generalversammlung wählte Willi Klee zum Ehrenvorsitzenden. Jüngere Spieler setzten nun die Tradition des Theaterspielens fort und trugen somit zum Kulturleben unseres Dorfes bei.

Mit Wilhelm Schulze der erst Kassierer und 1983 Vorsitzender wurde ging es mit dem Westerholter Eekenkring noch weiter bergauf. Er gab die Amtsgeschäfte nach 22 jähriger Vorstandsarbeit im März 2001 an Hartmut Schulze Bult ab. Der zur Zeit die Geschicke des Vereins führt

Anekdoten

50 Jahre Malerarbeiten beim Eekenkring

1945 Helmut Everding war gerade ein Jahr Malergeselle und arbeitete bei Maler Lüdemann in Scheeßel. Nach der Arbeit fuhr er mit dem Fahrrad von Scheeßel nach Jeersdorf zur Gastwirtschaft Schüllermann, wo die Bühnenbauer der Theatergruppe die Bühne schon aufgebaut hatten.
Helmut bemalte die damals noch mit Lindentüchern behangende Bühnenkulisse auf Wunsch der Spieler. Mal brauchte man ein Niedersachsenhaus dann wieder eine Heidelandschaft oder ein Hofgelände. Theater geübt wurde damals noch bei Kassens Fritz auf der Diele. Dann war Generalprobe und danach fuhr man mit dem Fahrrad nach Hause. Es war ja in den Wintermonaten und deshalb auch manches mal ganz schön kalt draußen. Der Alkohol tat dann seinen Teil dazu, und so kam es dann auch das der Eine oder andere schon Mal mit dem Fahrrad umfiel nur Helmut Everding nicht der fuhr immer am schnellsten vorweg. Zum Glück sind immer alle Farbdosen heile geblieben und es ist niemand zu Schaden gekommen. Endstation war meistens bei Kassens Fritz (Fritz Ficken) da wurde erst einmal Knipp gebraten, die Mettwurst und Sülze aus dem Rauch geholt und dann verspeist. Danach spielte man noch tüchtig Karten bis es hell wurde.
Im nächsten Jahr spielte sich dieses ganze Theater auch schon mal bei Heinz Herrmann (Herrmann Klee) ab. Theateraufführung war damals Sonntags nachmittags, der Bus holte die Dorfbewohner ab und brachte sie zum melken wieder nach Hause. Abends fuhr wieder der Bus, brachte die Dorfbewohner zum Faslam und  wieder zurück. 1968 wurde dann das erste mal im Dorfgemeinschaftshaus Westerholz Theater gespielt. Dort hat man dann richtige Kulissen gebaut und die Arbeit für Helmut wurde etwas einfacher. Helmut Everding ist bis heute noch aktiv als Bühnenbauer und Mahler für den Eekenkring tätig.